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biblio : aktuelle buchtipps

Buchtipps / 2024 / Juni

erstellt von der STUBE und dem Österreichischen Bibliothekswerk

Tahere Mafi: This Woven Kingdom

/ Tahere Mafi ; aus dem Englischen von Barbara Imgrund.
- München : cbj, 2024. - 539 Seiten
ISBN 978-3-570-16685-7      Festeinband : EUR 22,70 (AT)

Alizeh arbeitet als Bedienstete im Königshaus. Dort wird sie gezwungen, bis auf die Knochen zu arbeiten, bis ihre Handflächen wund sind und bluten, bis sie kaum mehr Kraft hat. Doch auf eine verzwickte Art ist der Palast trotzdem der einzige Ort, der ihr Sicherheit verschafft. Sicherheit, die sie schon seit ihrer turbulenten Kindheit verzweifelt sucht. Denn in einer Welt, in der die Dschinns mit den Menschen in einem erbitternden Machtkampf stehen und von ihnen beherrscht und unterdrückt werden, kann Alizeh ihre wahre Identität als Dschinn hier verheimlichen.
Kamran kehrt nach langer Abwesenheit wieder ins Königshaus zurück. Der junge Kronprinz muss sich auf seinen Platz als König einstellen und die Zukunft seines Reiches sichern. Wäre das nicht schon genug Druck, ist da auch noch diese bedrohliche Prophezeiung. Eine Prophezeiung über die mächtige Königin des Dschinn-Reiches, die bald allen Ruhm und all die Macht an sich reißen wird. Seit Jahren verschollen, vergessen, versteckt. Versteckt, mitten in den Mauern des Palastes?
Durch einen unglücklichen Zufall wird Kamran auf die mysteriöse Alizeh aufmerksam und beginnt, sie zu verfolgen. Im Bann des jungen Mädchens mit den besonderen Augen stellt Kamran fest, dass dieses gar nicht so bedrohlich ist, wie zunächst angenommen. Gegen den Willen des Königs, der das Dschinn-Mädchen jagt, um die Macht der Menschen zu sichern, beginnt Kamran mit Alizeh Kontakt aufzunehmen. Es entsteht eine gegenseitige Faszination, die schwer gebrochen werden kann. Dabei stellt Kamran fest, dass Alizeh es wert ist, beschützt zu werden. Auch, wenn das den Untergang der Welt bedeutet, wie er sie kennt.
Tahereh Mafi kreiert in diesem ersten Band der This-Woven-Kingdom-Reihe ein komplexes Universum voller liebenswerter Charaktere. Die Regeln und Grenzen dieser besonderen Welt werden in einem angenehmen Tempo an die Leser*innenschaft gebracht, so bleibt Raum, um sich einzuleben, ohne das Buch aus den Händen legen zu wollen. Einfühlsam und sanft beschreibt Mafi die verdammte Liebe Kamrans und Alizehs und erschafft dabei gleichzeitig eine Spannung, die ungeduldig auf den zweiten Teil warten lässt.

Frieda Weixlbaumer | STUBE

 

Magdalena Ahrer: Limettensommer

: eine Liebesgeschichte. Vielleicht. / Magdalena Ahrer
München : arsEdition, 2024. - 204 Seiten
ISBN 978-3-8458-5619-3     Festeinband : EUR 14,40 (AT)

Sommerroman mit Vintage-Touch
Orphelia steht ein Sommer voller Nichtstun bevor. Immer noch in der Verarbeitung der gescheiterten Ehe ihrer Eltern gefangen, bleibt die 15-jährige Ich-Erzählerin lieber für sich oder mit ihrer Mutter – der Vater spielt indessen mit der neuen Frau und dem Stiefbruder glückliche Familie.
Aber es soll alles anders kommen und für Orphelia beginnt ein aufregender Sommer mit neuen Freund*innen inmitten von schrillen Second-Hand-Klamotten und allerhand Schnickschnack, der hervorragend als Staubfänger fungieren würde. All das ist Teil des charmanten Vintage-Ladens von Madam Temperley, der kürzlich in der Stadt eröffnete, und der für die Hauptfigur Wohlfühlort und Liebe auf den ersten Blick bedeutet. Anstelle trübsalblasend die Tage in ihrem Zimmer totzuschlagen, wird sie Aushilfe in ebenjenem Shop und lernt dort die Enkeltochter Rose kennen. Rose, die für Orphelia etwas Anziehendes an sich hat und mit der sie neue Dinge ausprobiert; bis sie schließlich bemerkt, dass da mehr ist als freundschaftliche Gefühle. Der Roman lebt vor allem auch durch die besondere Atmosphäre in dem Laden, der durch Madame Temperleys britische Wurzel einen englischen Touch erhält und für Orphelia Selbstermächtigungsraum bedeutet: Dort kann sie die neue Familiensituation ein Stück weit verarbeiten, trifft auf spannende Menschen und schafft sich gemeinsam mit Rose ihr ganz persönliches Refugium, in dem sie ihre Gefühle für einander erkunden können.
Die österreichische Autorin Magdalena Ahrer entwirft in ihrem Debüt eine liebenswürdige Figur, die inmitten der Adoleszenz steckt, wo sie sich selbst in ihrem Umfeld verorten muss: Einerseits hinsichtlich ihrer sexuellen Orientierung und der Frage, ob es für sie selbst okay ist, queer zu sein und andererseits durch ihr nicht mehr intaktes Elternhaus und dem neuen, fragilen Familiengefüge, in dem sie sich bewegt. Ein unaufgeregter Sommerroman, der erfreulich wenig problematisiert, zugleich aber gesellschaftliche Normen in Frage stellt und Lust auf das Stöbern im englischen Vintageladen macht.
Alexandra Hofer | STUBE

 

Benjamin Koppel: Annas Lied

: Roman / Benjamin Koppel ; aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg.
- Frankfurt am Main : S. Fischer, 2024. - 525 Seiten
ISBN 978-3-10-397623-6      Festeinband : EUR 24,70 (AT)

Ein düsteres Frauenschicksal, das durch die Magie der Musik aufgehellt wird. (DR)
Durch die Freundschaft zwischen dem dänischen Autor und Jazzmusiker Benjamin Koppel und seiner Großtante, die schon seit Jahrzehnten in Frankreich lebt, wurde der vorliegende Roman angeregt. Koppel ist fasziniert von dieser zähen Frau, die mit 80 Jahren nach dem Tod ihres Mannes wieder Klavierstunden gibt und ein privates kleines »Conservatoire de musique« gründet. Sie erzählt ihrem Großneffen von ihrem bewegten Leben und erlaubt ihm, daraus ein Buch zu machen.
Hannah Koppelman – der Name der Großtante wurde im Roman geändert – wächst als Tochter polnisch-stämmiger jüdischer Einwanderer in Kopenhagen auf. Die Familie legt großen Wert auf die Beachtung der jüdischen Traditionen. Während Hannahs vier Brüder alle eine Liebesheirat mit nichtjüdischen Frauen durchsetzen können und erfolgreiche Musiker werden, muss sie in eine arrangierte Ehe einwilligen. Mit 18 Jahren reist die Familie nach Frankreich, damit die Tochter den vorgesehenen Ehemann, Francois Mandel, kennenlernen kann. Doch erst zehn Jahre später kommt es zur Hochzeit. In der Zwischenzeit muss die Familie Koppelman vor der Verfolgung durch die Nazis nach Schweden fliehen. Dort bringt Hannah ein verschwiegenes Kind zur Welt, das sofort zur Adoption freigegeben wird. Der Kindesvater Aksel, Hannahs große Liebe, erfährt nichts davon. Ihre vielversprechende Karriere als Pianistin kommt nicht zustande, als sie Francois heiratet und zu ihm nach Frankreich zieht. Die Ehe ist unglücklich, denn Francois ist rechthaberisch, gewalttätig, untreu und kann schlecht mit Geld umgehen. Dennoch bleibt Hannah bei ihm, der drei gemeinsamen Töchter wegen. Erst nach seinem Tod kann sie ihre Liebe zur Musik wieder ausleben.
Schnörkellos und sachlich wird dieses bewegte Schicksal erzählt – nur wenn es um Musik geht, wird die Sprache warm, metaphorisch und sehr emotional. Lesens- und empfehlenswert!
Maria Schmuckermair | biblio

 

Mareike Fallwickl: Und alle so still

: Roman / Mareike Fallwickl.
- Hamburg : Rowohlt Hundert Augen, 2024. - 367 Seiten
ISBN 978-3-498-00298-5      Festeinband : EUR 23,70 (AT)

Wenn Frauen sich verweigern. Ein explosives Gedankenexperiment. (DR)
Was, wenn jene, die Sorgearbeit verrichten, aufhören sich zu kümmern? Wenn sie der Müdigkeit nachgeben und sich einfach hinlegen auf die Straße? Mit ihrem zornigen Roman »Die Wut, die bleibt«, in dem sie das Ungleichgewicht in der Fürsorgearbeit zwischen Männern und Frauen thematisierte und die Erschöpfung einer Mutter in der Pandemie knallhart vor Augen führte, wurde Mareike Fallwickl einer breiten Leserschaft bekannt. In ihrem mit großem Interesse erwarteten neuen Buch schildert die Salzburger Autorin, was passiert, wenn das System zusammenbricht, weil jene, deren Überlastung jahrelang von Politik und Gesellschaft ignoriert wurde, ihre Arbeit niederlegen.
Um endlich gesehen und gehört zu werden, greifen sie zum letzten Mittel. Sie entziehen dem System, das auf sie angewiesen ist, ihre Kraft, ihre Zeit, ihre ständige Verfügbarkeit und verweigern sich. Ein stiller, stummer Protest. Gewaltfrei. Fallwickls neuer Roman, der von Solidarität unter Frauen, von Pflegenotstand, weiblicher Überlastung und Unsichtbarkeit der Sorgearbeit handelt, startet unerwartet ruhig und bedächtig. Die Revolte der Frauen beginnt friedlich und ungeplant aus der Situation heraus, wächst dann zu etwas unvermutet Großem. Ihre Verweigerung bringt Wut, Unverständnis und Gewalt bei jenen hervor, die auf ihr Funktionieren zählen.
Der Text könnte mit Input zum Thema Care-Arbeit überfrachtet wirken, wären da nicht die bemerkenswerten Protagonist*innen, die Fallwickl ins Zentrum ihrer Geschichte stellt. Figuren, von denen man so noch nicht oft gelesen hat, mit gänzlich unterschiedlichen Lebensumständen und berührenden Herkunftsgeschichten. Authentisch und jede für sich in ihrem Spannungsfeld interessant: Da ist die Influencerin Elin, Anfang zwanzig, die den Kommentaren im Netz zu entfliehen versucht und sich nicht sicher ist, ob das, was ihr gerade widerfahren ist, schon Gewalt ist. Der 19-jährige Schulabbrecher Nuri, der rund um die Uhr als Bettenschubser, Barkeeper oder Fahrradkurier für eine bessere Zukunft schuftet. Und die Krankenschwester Ruth, Mitte fünfzig, eine, die sich bis zum Umfallen kümmert und für die die absolute Entkräftung angesichts der Unterbesetzung im Krankenhaus zum Normalzustand gehört.
Fallwickl hat sehr viel recherchiert und ihren vielschichtigen Roman mit ungemein viel Faktenwissen angereichert. Bei aller Drastik des Inhalts erzählt sie virtuos, poetisch, mit tollem Sprachgefühl und in eingängigem Rhythmus. Äußerst aktuell, diskussionswürdig, gut geschrieben und unbedingt empfehlenswert!
Cornelia Gstöttinger | biblio

Ursula Poznanski: Die Burg

: Thriller / Ursurla Poznanski.
- München : Knaur, 2024. - 398 Seiten
ISBN 978-3-426-44837-3   Festeinband : EUR 24,70 (AT)

Eine mittelalterliche Burg und eine Künstliche Intelligenz. (DR)
Die österreichische Autorin Ursula Poznanski erzählt in diesem Thriller von den Erlebnissen einer Personengruppe in einer KI-generierten Umgebung. Schauplatz ist eine mittelalterliche Burg, die von einem Milliardär namens Nevio für ein besonderes Spieleerlebnis sowohl wirklich als auch virtuell adaptiert wurde: Renovierte riesige Rittersäle, zugige Verliese und enge Tunnelgänge wurden virtuell zu »Escape Rooms« umgestaltet. Um in der Wirklichkeit von einem Raum in den anderen gelangen zu können, müssen die Teilnehmenden gemeinsam eine Rätselaufgabe lösen. Dann erst geben die eingebauten massiven Türen den weiteren Weg bis zum Ausgang frei. Eine Künstliche Intelligenz (KI) sorgt für den geplanten Ablauf, dafür hat Nevio die besten Programmierer engagiert.
Um dieses neue Spiel vermarkten zu können, lädt er zur Generalprobe fünf Personen aus unterschiedlichen Fachbereichen ein. Die Erlebnistour beginnt für alle Beteiligten interessant und spannend, denn die »Escape Rooms« sind mit viel Fantasie und Sinn für Abenteuer gestaltet. Doch mittendrin beginnt die KI scheinbar ein Eigenleben zu entwickeln – und aus dem Spiel wird schließlich tödlicher Ernst ... Der flüssig geschriebene Thriller mit seinen gut beschriebenen Charakteren und gelungenen Überraschungseffekten ist unterhaltsam, interessant und zugleich sehr spannend.
Michael Ogrisegg | biblio

Verwandelt

: Franz Kafka - leben, lieben, Literatur / Thomas Dahms ; Alexander Pavlenko.
- München : Knesebeck, 2024. - 127 Seiten : Illustrationen
ISBN 978-3-9572880-6-6      Festeinband : EUR 24,70 (AT)

Franz Kafkas Leben und Werk als Graphic Novel. (DC)
Wohl alle von uns kamen während ihrer Schulzeit in den Genuss von Franz Kafkas Texten. »Die Verwandlung«, »Das Urteil«, »Brief an den Vater« … wer von uns hat nicht zumindest einen dieser Texte gelesen? Franz Kafka gehört damit wohl zu den bedeutendsten Autor*innen des 20. Jahrhunderts.
Aber wer war Kafka überhaupt? Wie sah sein Leben aus? Und mit welchen Menschen hatte er Kontakt? Diese und noch viele weitere Fragen werden in diesem Graphic Novel behandelt. Besprochen werden sowohl Kafkas Familie und Jugend als auch seine Krankheit, seine Liebschaften und sein unerfüllter Wunsch, sich ganz dem Schreiben widmen zu können.
Das Ergebnis ist eine gut abgerundete Biografie, die auch für Kafka-Neulinge geeignet und interessant sein könnte. Die Bilder unterstreichen die einzelnen Lebensstationen und Stimmungen des Autors, ohne dabei aufdringlich zu sein, und sind trotz der gewählten düsteren Farben schön anzusehen. Ergänzt wird die Kafka-Biografie durch Zitate und auch längere Ausschnitte aus den verschiedenen Texten des Autors. So werden die wichtigsten Werke Kafkas kontextualisiert.
Insgesamt also eine gelungene Autoren-Biografie, die durch die Umsetzung als Graphic Novel für ein breites Publikum geeignet ist.
Laura Pellizzari | biblio

Florian Sedmak: Dickschädels Reisen

: durch Oberösterreich mit Anton Bruckner / Florian Sedmak.
- Salzburg : Verlag Anton Pustet, 2024. - 271 Seiten : Illustrationen
ISBN 978-3-7025-1118-0      Festeinband : EUR 25,00 (AT)

Eine originelle Beschreibung der Reisen Anton Bruckners in seiner oberösterreichischen Heimat. (EH)
Anton Bruckner, dessen Geburtstag sich 2024 zum 200. Mal jährt, unternahm in Musikangelegenheiten auch ausgedehnte Reisen. Am liebsten jedoch bewegte er sich in seiner engeren Heimat Oberösterreich, meist zu Fuß oder in einer Kutsche und stets mit »Ausdauer und Eifer«. Der vorliegende Band widmet sich ausschließlich den letztgenannten Reisen des Musikgenies, die der Autor Clemens Sedmak nicht nur aus einem musikhistorischen Blickwinkel in chronologischer Folge beschreibt. Ebenso bedient er sich der Expertise heute lebender Personen oder bezieht das aktuelle Erscheinungsbild einiger Aufenthaltsorte mit Bruckner-Bezug in seine feinsinnig und kurzweilig erzählten »Reiseberichte« ein. Mehr oder weniger lange hielt sich Bruckner an seinem Geburtsort Ansfelden auf oder an Orten, wo er eine Lehrer-, Organisten- oder Chorleiterstelle (Windhaag, Kronstorf, Linz) innehatte, eine Genesungskur (Bad Kreuzen) absolvierte oder den Urlaub (Kirchdorf) verbrachte. Relativ kurz waren die Reisen, um etwa eine besondere Orgel zu spielen (Steyr, Bad Ischl), einen Gesangsverein in Schuss zu bringen (Schwanenstadt), einer verflossenen Liebe seine Aufwartung zu machen (Neufelden), deftig zu essen und zu trinken (Ternberg) oder sich dem Schwimmen hinzugeben (Vöcklabruck). Aus diesen »Puzzleteilen« ergeben sich ebenso spezielle wie überraschende Einblicke in das Leben und den Charakter des Menschen Bruckner, die aber keine Biografie ersetzen (wollen). Der originell und ansprechend aufgemachte Band, in dem sich auch QR-Codes zum Nachhören ausgewählter Bruckner-Stücke finden, kann entweder »bloß« gelesen werden oder als »Reiseführer« zu den verschiedenen Bruckner-Orten gute Dienste leisten.
Karl Krendl | biblio

David Steindl-Rast: Der Fließweg

: Gedanken zum Daodejing des Laozi / David Steindl-Rast ; Balts Nill.
- Innsbruck ; Wien : Tyrolia , 2024. - 171 Seiten
ISBN 978-3-7022-4177-3     Festeinband : EUR 22,00 (AT)

Poetisches Weisheitsbuch in wunderbar verständlicher Sprache. (PR)
Die Übersetzung des Daodejing vom 97-jährigen Benediktinermönch David Steindl-Rast beeindruckt durch seine präzise Wortwahl und die nachvollziehbaren Kommentare. Damit ist es dem Mystiker und spirituellen Meister gelungen, die Dialektübertragung von Balts Nill ins Berndeutsche für ein breites deutschsprachiges Publikum verstehbar zu machen und die nach Steindl-Rast für uns gemeinsame Ur-Religiosität im frühen DAOismus mit Kraft der Sprache, Klarheit der Bilder und Tiefe der Einsichten – wie es im Vorwort steht – zum Ausdruck zu bringen. In 81 Kapiteln werden tiefgreifende Einsichten in feinste Lyrik geformt, die immer wieder berühren und zum Nachdenken und Meditieren anregen. Und wie den Lesenden zum Beispiel im Vers 43 die Betrachtung von Gegensätzen ermutigen kann, ernstlich zu versuchen »bewegen ohne zu handeln« oder mit den Worten »ohne zu säen, kann man nicht mähen« im Vers 59 achtsam zu werden und »hinzuhorchen, um zu hören, was von den grenzenlosen Möglichkeiten gerade jetzt Wirklichkeit werden will«. Ein grandioses Werk, sehr zu empfehlen auch für Neulinge und Interessierte an spirituellen Erfahrungen.
Birgit Leitner | biblio

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