hintergrundbild
biblio : AL 87 Galerie + Tagebuch

Galerie: Ausbildungslehrgang 87

 

Rückmeldungen zur 1. Kurswoche:
3 Seiten, PDF, 110 KB


Kurstagebuch

1. Kurswoche: 27. 6. bis 1. 7. 2011

von Renate Rothe

Dienstag 28.6.2011

Die Spannung vom Montag ist gewichen. Wir kennen uns alle schon ein bißchen und
haben die ersten gemeinsamen Aufgaben gelöst. Schön das sich schon nach so kurzer
Zeit ein Gefühl der Vertrautheit eingestellt hat. Wir genießen das schöne Wetter und
die Aufbruchsstimmung im Kurs.

Zitat des Tages: „Willst du froh und glücklich leben – lass kein Ehrenamt dir geben.“

Start heute mit einem kurzen Film über das bifeb und interessanten Infos von Anni Sarsteiner.

Leitbild des bifeb ist „Lebenslanges Lernen“. Ein schönes Motto auch für uns. Danach beginnen die Buchvorstellungen. Jeder hat sich sehr bemüht und es läuft alles sehr professionell ab. Trotz der Aufregung sieht man die Begeisterung für die vorgestellten Bücher.

Danach eine Reise durch die österreichische Bibliothekslandschaft von Reinhard Ehgartner. Wo steht Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Zum Beispiel liegt die Nutzung von Büchereien in Finnland bei 80 %. Im österreichischen Durchschnitt leider nur bei 11 %. Von Beginn an war der Bibliothekar männlich (angefangen von Mao über Lessing bis zu Udo Proksch im Gefängnis Graz-Karlau). Erst später wurde der Wandel zur weiblichen Bibliothekarin vollzogen (Batgirl ist Bibliothekarin).

Anschließend eine Einheit mit Renate Lumetsberger über die Jahresmeldungen, Statistiken und Kennzahlen in der Bibliothek. Die Jahresmeldung dient als Leistungsnachweis und ist die Grundlage für die Gesamtstatistik. Statistiken sollen als Kontrolle, Leistungsnachweis und Repräsentation nach außen dienen. Kennzahlen und Umschlagszahlen dienen ebenfalls als Grundlage für Förderungen.

Danach geht es in die Mittagspause ehe wir um 15.00 h wieder mit den Buchvorstellungen starten. Die erste Einheit am Nachmittag von Elisabeth Mayer bringt Klarheit im Bezug auf Medienbestand, -pflege und –abbau. Wichtig ist besonders das entrümpeln von Medien (Bücher 10 Jahre!!). Angestrebt werden sollte von jeder Bibliothek ein Medienbestand der nicht unter 5000 Medien liegt. Dabei ist auch auf den Medienmix und die Qualität zu achten. Weiters sollte man regionale Schwerpunkte setzen und die Art der Besucher berücksichtigen. Gut ist es auch eine Wunschheft aufzulegen und so die Besucher in den Einkauf einzubinden Der Bestandsabbau sollte ca. 10 % pro Jahr betragen.

Passend dazu stellte uns Martin Stieber im Anschluss die Ordnung in den Regalen vor. Mittels Systematik kann eine gute Unterteilung in den Mediengruppen erfolgen, sodass die Medien gut zugänglich und leicht zu finden sind. Weiters bietet sich dadurch eine bessere Recherchemöglichkeit.

Nachdem Abendessen folgen Rollenspiele, die in Gruppen ausgearbeitet wurden. Es ging um den Umgang mit unseren Kunden. Diese lustige Einheit mache uns deutlich wie wir mit schwierigen Situationen zurecht kommen können. Jede Beschwerde ist auch ein Chance mit den BenutzerInnen der Bibiliothek in Kontakt und Austausch zu kommen.

Mittwoch 29.6.2011

Spannung liegt in der Luft. Heute machen wir unsere Exkursion nach Vorchdorf und Grieskirchen. Was wird uns dort erwarten? Wie wird das mit den einzelnen Gruppen und Ihren Aufgaben laufen ?

Zitat des Tages: „Lesen und Leben sind nur durch einen Konsonanten getrennt.“

Unser erstes Thema an diesem Tag war Geld. Martin referierte über Buget, Fördermittel, Sponsoring und die Beiträge die der Träger zu leisten hat. Jede Bibliothek sollte eine Ausleihordnung haben, um die Regeln für die Nutzung der Bücherei zu regeln und die Gebühren auszuweisen. Wichtig ist auch der Unterschied zwischen Mahngebühr und Säumnis- bzw. Überziehungsgebühr. Nochmals wurden wir mit den verschiedenen Fördermöglichkeiten vertraut gemacht. Ebenso beim Sponsoring, wo es wichtig ist, an den Sponsor mit einem guten Konzept für Kosten und Nutzen heran zu treten. Auch der Träger muss im Vorfeld von geplanten Kooperationen in Kenntnis gesetzt werden. Man sollte sich keinesfalls von politischen Parteien auf eine Seite ziehen lassen (betrifft auch Banken und Versicherungen).

Als letzte Einheit des Vormittages wurde von Reinhard nochmals die Exkursion vorbereitet. Die einzelnen Gruppen hatten sich ja schon gebildet und es wurde kurz über die Aufgaben gesprochen. Besonders sollte auf Details in den beiden Bibliotheken geachtet werden.

Nach einer entspannten Mittagspause starteten wir m 14.25 mit dem Bus zuerst in Richtung Vorchdorf. Dort waren die einzelnen Gruppen besonders von der straffen Organisation dieses Vereins der als Träger auftritt, beeindruckt. Zwischendurch getraute man sich nur mehr ganz flach zu atmen. Die Ordnung in dieser Bücherei ist sicher ein Vorzeigemodell für uns alle. Das alte und sehr schön sanierte Gebäude hat Charme und eine heimelige Atmosphäre durch die Bögen und Nischen. Besonders gelungen ist der Kinderbereich.

Bei der Eröffnungsveranstaltung in Grieskirchen spürte man viel von der Aufbruchsstimmung und Motivation. Da es dort ein langer Weg bis zum neuen Gebäude war, war besonders die Freude über das gute Ende dieses Weges spürbar. Die Bücherei ist modern und luftig. Besonderes Flair verleiht dem Bau der Fluss Tratnach (Motiv Lese–Fluss). Hier werden auch viele schöne Projekte verwirklicht und es gibt viele engagierte Menschen, die helfen, das die Bibliothek lebendig bleibt. Alle dürfen dort zu Recht stolz auf das geleistete sein.

Freitag 1.7.2011

Fast ein wenig traurig treffen wir alle beim letzten Frühstück ein. Die Woche ist sehr schnell vergangen und für jeden war viel Wissenswertes und Brauchbares dabei. Freundschaften sind entstanden und eine Gemeinschaft hat sich gebildet. Wir reden schon vor dem Abschied vom Wiedersehen, also der 2. Kurswoche.

Zitat des Tages: „Es war ein Reinhard-Seminar“ – wir hatten großes Glück mit „unserem“ Ausbildungsteam.

Als erstes stellt jede Gruppe die Stärken und Schwächen der eigenen Bibliothek im Vergleich mit den bei der Exkursion besichtigten Büchereien vor. Wieder zeigt sich das durch die erste Kurswoche der Blick auf die eigenen Gegebenheiten geschärft wurde.

Als nächsten Punkt steht die Vorführung der Fotos mit den entsprechenden Texten auf dem Programm. Schön, nochmals alle Stationen dieser Woche in Bildern erleben zu können.

Den Abschluß bildet ein Rück- und Ausblick von Reinhard. Vorschau auf unsere nächsten Aufgaben und Anregungen für Projekte.

WIR FREUEN UNS ALLE SCHON AUF DIE 2. WOCHE UND DANKEN UNSEREM KURSTEAM FÜR DIE GUTE ORGANISATION UND VERMITTLUNG DES STOFFES !!

 

 

 

 

Projekte . Kooperationen