Zug um Zug
/ Alan R. Moon. Grafik: Julien Delval
- Los Altos
: Days of Wonder,
2004.
; 29,5 x 29,5 x 7,5 cm
- (Im Vertrieb von Piatnik-Spiele; 717615)
Karton : ca. € 38,00
(1 Spielplan mit einer Karte nordamerikanischer Bahnstrecken, 240 farbige Waggons in fünf Farben, 110 Waggonkarten, 30 Zielkarten, 1 Übersichtskarte, 1 Bonuskarte "Längste Strecke", 5 Zählsteine aus Holz, 1 Spielanleitung)
Rezension:
Ausgezeichnetes taktisch-strategisches Streckenbauspiel im Eisenbahnmilieu für 2-5 Spieler ab 8 Jahren; Preisträger "Spiel des Jahres 2004". (SP)
Eisenbahnspiele haben es mir schon immer angetan: Vom guten alten "Dampfross" bis zum komplexen "1835" habe ich viele von ihnen oft und gern gespielt. Umso erfreulicher, dass der Kritikerpreis "Spiel des Jahres" im Jahr 2004 an einen Vertreter dieses Genres gegangen ist, der sich noch dazu durch eine einfache und durchdachte Spielregel und Familienfreundlichkeit auszeichnet. - Thematisch soll es sich um eine Fortsetzung der Geschichte "In 80 Tagen um die Welt" handeln. Im Rahmen einer neuen Wette versuchen Phileas Fogg und seine Konkurrenten in sieben Tagen möglichst viele Städte Nordamerikas im Zug zu bereisen. Spieltechnisch betrachtet findet die Handlung auf einem Spielplan statt, der eine Karte mit den größten Städten zeigt, die durch Strecken mit unterschiedlicher Felderanzahl in verschiedensten Farben verbunden sind. Die Aufgabe der Spieler besteht darin, zwischen den Städten, die auf ihren Zielkarten genannt sind, eine durchgehende Verbindung in der eigenen Waggonfarbe herzustellen. Um z.B. eine Verbindung zwischen San Francisco und Salt Lake City zu schaffen, müsste ein Spieler fünf orange oder fünf grüne Waggonkarten legen, da beide Strecken durch zwei parallele Linien verbunden sind. Sollten diese Routen allerdings schon von anderen Spielern belegt sein, so bleibt nichts anderes übrig, als den Umweg über Portland im Norden oder Los Angeles und Las Vegas im Süden in Kauf zu nehmen. Pro Spielzug können entweder Waggonkarten nachgezogen, Städte verbunden oder neue Zielkarten gehoben werden. Jede verbundene Teilroute bringt sofort Punkte, spielentscheidend ist aber meist die Endwertung, bei der erfüllte Karten Pluspunkte, nicht erfüllte aber Minuspunkte darstellen.
Ein spannendes Spiel mit einer Fülle taktischer Möglichkeiten und Entscheidungen, das dennoch schon für kleine Kinder problemlos spielbar ist. Ein würdiger Vertreter in der Reihe der "Spiel des Jahres"-Preisträger, der in keinem Spieleverleih fehlen sollte.
*bn* Andreas Waltenstorfer
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten