Alles im Eimer
/ Stefan Dorra. Ill.: Susanne Reichardt
- Stuttgart
: Kosmos,
2002.
; 29,5 x 15 x 7,5 cm
- (Kosmos-Spiele; 69 11 10: Spiele für viele)
Karton : ca. € 20,00
(130 Eimerplättchen, 110 Karten in 5 Farben, 1 Spielanleitung)
Rezension:
Taktisches Kartenlegespiel für 2-6 umsichtige Eimerstapler ab 8 Jahren. Aufgenommen in die Auswahlliste zum "Spiel des Jahres 2002". (SP)
"Eimer stapeln wär' nicht schwer, käm' da nicht ein Tier daher...". So oder ähnlich könnte der Slogan des vorliegenden Spiels lauten. - Zunächst bauen alle Spieler eine Pyramide aus den 15 eigenen Eimern in drei verschiedenen Farben. Danach spielt jeder Spieler reihum ein bis drei Karten aus und löst damit so manches Wehgeschrei aus. Denn auf jeder Karte ist eines von fünf Tieren abgebildet, das es auf eine bestimmte Eimerfarbe abgesehen hat. So bringt z.B. einen Stier Rot zur Weißglut. Hat ein Spieler also eine rote Karte abgelegt, und der nächste kann nicht mit einem höheren roten Kartenwert kontern, so fällt unweigerlich ein roter Eimer seiner Pyramide. Kein Problem, wenn ganz oben einer vorrätig ist, aber wehe, wenn es einen Eimer der unteren Ebenen trifft. Dieser reißt dann logischerweise alle Eimer, die er stützt, mit ins Verderben. Das Spiel endet abhängig von der Spielerzahl, wenn ein oder zwei Pyramiden komplett abgebaut wurden. Die restlichen Spieler notieren die Anzahl ihrer verbliebenen Eimer als Punktezahl und ab geht's in die nächste Runde.
"Alles im Eimer" erfordert taktisch durchdachten Aufbau, umsichtiges Beobachten der gegnerischen Pyramiden und sparsam-klugen Karteneinsatz. Alles in allem ein anspruchsvolles und gewitztes Spiel in platzsparender Verpackung mit hohem Wiederholungsreiz. Aufgenommen in die "Auswahlliste zum Spiel des Jahres 2002". Sehr empfehlenswert für alle Bestände.
*bn* Andreas Waltenstorfer
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten