Die Literaturdatenbank des Österreichischen Bibliothekswerks
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Carcassonne
/ Klaus-Jürgen Wrede. Ill.: Doris Matthäus - München : Hans im Glück, 2000. ; 27,5 x 19 x 6,5 cm - (Im Vertrieb von Schmidt-Spiele; 48125)
         ca. ATS 219,00 / € 15,90
(72 Landschaftsktn., 40 Gefolgsleute in 5 Farben, 1 Wertungstafel, 1 Spielregel)

Infos zu Klaus-Jürgen Wrede bei Wikipedia

Rezension:

Hervorragendes taktisches Legespiel für 2-5 Spieler ab 10 Jahren. (SP)

Die Spielgeschichte ist knapp gehalten: Die Spieler sollen versuchen, mit ihren Gefolgsleuten auf den Straßen und in den Städten, auf den Wiesen und in den Klöstern rund um die südfranzösische Stadt Carcassonne ihr Glück zu machen. - Prinzipiell folgt das Spiel dem uralten Legespielmechanismus: Pro Spielzug legt jeder Spieler ein Kärtchen mit einer Seite passend an ein bereits ausliegendes Kärtchen an. Auf jedem Kärtchen können maximal drei von den vier vorhandenen Elementen Straße, Stadt, Burg oder Wiese vorhanden sein. Nach dem Legen kann sich der Spieler entscheiden, ob er auf eines der gelegten oder erweiterten Elemente einen seiner Gefolgsleute setzen möchte, um später damit zu punkten. Sofern durch das Anlegen fertige Städte, Straßen oder Klostergrundstücke entstanden sind, müssen diese sofort gewertet werden. Gefolgsleute, die auf Wiesen gesetzt wurden und als Bauern fertige Städte versorgen, punkten erst am Spielende, dann aber oft gewaltig und spielentscheidend.

"Carcassonne" weist vom Grundprinzip einige Elemente des Teuber-Spiels "Entdecker" auf, wie z.B. die Faszination der sich entwickelnden Landschaft, die vor den Augen der Spieler entsteht. Im Unterschied zu "Entdecker" erfordern Mehrheiten auf den Spielelementen aber mehr taktisches Geschick, da direktes Konkurrieren und Werterhöhung nicht bzw. nur über Umwege möglich sind. - Handlich, preiswert, schön, spannend, anspruchsvoll: Mit all diesen Attributen wäre "Carcassonne" eigentlich ein idealer Kandidat für den Preis "Spiel des Jahres". Und liegt als Legespiel auch voll im Trend. Mal sehen ... - Dringend zu empfehlen für alle Spielbestände.

*bn* Andreas Waltenstorfer

Quelle: bn.bibliotheksnachrichten