Zèrtz
/ Kris Burm
- Berlin
: Schmidt,
2000.
; 32 x 24 x 4 cm
- (Schmidt-Spiele; 49057)
Karton : ca. ATS 240,00 / € 17,40
6 weiße, 8 graue u. 10 schwarze Kugeln, 37 Ringe, 1 Spielanltg.
Rezension:
Taktisches Kugelsetzspiel als Erweiterung zum "Project Gipf" für 2 Spieler ab 9 Jahren - "Auswahlliste zum Spiel des Jahres 2000". (SP)
"Zèrtz" ist ein abstraktes Denkspiel auf einem Spielfeld, das sich im Spielverlauf ständig verkleinert. Zu Beginn werden 37 Ringe in Sechseckform ausgelegt. Pro Zug kann man entweder eine neue Kugel einsetzen oder eine bzw. mehrere Kugeln schlagen. Zum Einsetzen stehen insgesamt 5 weiße, 7 graue und 9 schwarze Kugeln zur Verfügung. Nach dem Einsetzen einer Kugel entfernt der Spieler am Zug einen beliebigen Ring am Spielfeldrand. Gelingt es, dadurch eine Kugel vom restlichen Spielfeld zu isolieren, darf diese behalten werden. Hat der gegnerische Spieler eine Kugel so vor eine andere gesetzt, dass sie übersprungen und damit geschlagen werden kann, so muss diese Kugel geschlagen werden, anstatt eine neue einzusetzen. Beim Schlagen von Kugeln sind auch Kettensprünge wie bei Halma erlaubt. Das Spiel kann auf unterschiedliche Arten gewonnen werden: Entweder gelingt es einem Spieler von jeder Farbe zwei Kugeln zu sammeln, oder aber drei weiße, vier graue oder fünf schwarze.
"Zèrtz" ist nach "Gipf" und "Tamsk" das dritte Spiel im "Projekt Gipf". Der Einsatz eines Zèrtz-Potentials im Grundspiel "Gipf" erlaubt das Überspringen anderer Spielfiguren. - Unterm Strich ist "Zèrtz" meines Erachtens das mit Abstand beste Spiel im "Projekt Gipf": Spannend, originell, anspruchsvoll und kurzweilig. Erst nach mehreren Partien offenbart sich der volle Reiz, wenn man durchschaut hat, wie man den Gegner durch gezieltes Setzen von Kugeln und Entfernen von Ringen zu bestimmten Zügen zwingen kann. - Aufgenommen in die "Auswahlliste zum Spiel des Jahres 2000". Sehr empfehlenswert für alle Bestände.
*bn* Andreas Waltenstorfer
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten