Archiv
Symposion
Erica Lillegg-Jené und der Phantastische Realismus im Kinderbuch
Freitag, 24. April 2009, 10.00 - 17.00 Uhr
BücherBühne im KinderLiteraturHaus
Als „kleine Revolution im deutschen Kinderbuch“ wurden die frühen phantastischen Kinderbücher der Österreicherin Erica Lillegg gleich bei ihrem Erscheinen in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre bezeichnet, ein geradezu enthusiastisches Urteil, das sich bis heute gehalten hat, allerdings nicht in Österreich. Hierzulande wurde sie nahezu konsequent vergessen. Erica Lillegg fand für ihre Kinderbücher damals in Österreich keinen Verlag, wohl aber in Deutschland, wo man sie mehrfach auszeichnete. Sie übersiedelte noch in den 1950er Jahren mit ihrem Mann, dem Künstler und damaligen Mentor der Wiener Kunstszene, Edgar Jené, nach Paris. Zwar hatte sie zur Kinderbuchszene Wiens dieser und der folgenden Zeit so gut wie gar keinen Kontakt, wohl aber war sie durch Edgar Jené eng verbunden mit der eigentlichen Kunstströmung dieser Jahre, dem Surrealismus, aus dem sich dann als Wienerische Spielart der Phantastische Realismus entfaltete, und noch hier, in Wien, und dann in Paris mit der modernen Literatur, mit Otto Basil etwa oder mit Paul Celan.
Lesen Sie dazu auch den Artikel Die stille Neuerin von Ernst Seibert, der in der Tageszeitung "Die Presse" am 22.12.2007 erschien (nachzulesen auf DiePresse.com). Hier geht es zum Artikel.
Die ÖG-KJLF hat zum Symposion ein Begleitheft herausgegeben (Inhalt). Einige wenige Exemplare liegen bei der Gesellschaft noch auf (zur Bestellung).
Kooperationspartner:
Buchklub der Jugend www.buchklub.at; aktuelles Programm der BücherBühne
Institut für Jugendliteratur www.jugendliteratur.net
ÖG-KJLF (Öst. Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung) www.biblio.at/oegkjlf
ÖLA (Österreichisches Literaturarchiv) www.onb.ac.at/sammlungen/litarchiv.htm
STUBE (Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur) www.stube.at
Idee und Planung: PD Mag. Dr. Ernst SeibertKuratorin: Mag. Vera Nowak
Begleitheft: PD Mag. Dr. Ernst Seibert und Mag. Dr. Gunda Mairbäurl
