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Tagung
Auguste Lazar (1887-1970). Schreiben als Widerstand
Freitag, 9. November
2007, 10.00-17.00 Uhr
Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK)
1090 Wien Berggasse 17
Tagung in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Kinder-
und Jugendliteraturforschung (ÖG-KJLF)
Konzept und Organisation: Susanne Blumesberger, Ernst Seibert
Auguste Lazar zählt zu den WegbereiterInnen der sozialistischen
Kinder- und Jugendliteratur. Sie wuchs in einer wohlhabenden jüdischen
Familie in Wien auf. Besondere Bedeutung hatte für sie die Beziehung
zu ihrer Schwester Maria, die unter dem Pseudonym Esther Grenen erfolgreich
als Autorin tätig war und in engem Kontakt zur dänischen Schriftstellerin
Karin Michaëlis stand. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft an
der Universität Wien unterrichtete Auguste Lazar an der Reformschule
von Eugenie Schwarzwald. 1920 folgte sie ihrem Mann Karl Wieghardt nach
Dresden. Nach dessen Tod besuchte sie die Marxistische Arbeiterschule,
unterstützte den politischen Kampf ihrer kommunistischen Freunde und
war später im Widerstand aktiv. 1935 erschien unter dem Pseudonym Mary
Macmillan ihr erstes Kinderbuch „Sally Bleistift in Amerika“ in Moskau.
1939 emigrierte sie nach England, wo sie u.a. als Köchin arbeitete.
1949 kehrte sie nach Dresden zurück, dort war sie bis zu ihrem Tod 1970
als erfolgreiche Schriftstellerin tätig.
10.00-10.30 Uhr
Susanne Blumesberger (Wien):
„Daß die Sonne immer da ist – für alle“. Das arabeskenreiche
Leben der Auguste Lazar
10.30-11.00 Uhr
Katja Schönwandt (Kiel):
Maria Lazar: Schreiben im Exil
11.30-12.00 Uhr
Wolfgang Duchkowitsch (Wien):
Zur Situation österreichischer Schriftstellerinnen jüdischer
Herkunft um 1938
12.00-12.30 Uhr
Christine Kanzler (Wien):
Hilfe im Verborgenen
Facetten des Widerstands von Frauen im Nationalsozialismus
am Beispiel von Auguste Lazar
12.30-14.00 Uhr
Mittagspause
14.00-14.30 Uhr
Rüdiger Steinlein (Berlin):
Spurensuche: Auguste Lazar in Berlin und in der DDR
14.30-15.00 Uhr
Johann Dvořák (Wien):
Die Bildungs-Unternehmerin Eugenie Schwarzwald und ihre Bedeutung
für intellektuelle Entwicklungen im Wien des frühen 20. Jahrhunderts
15.30-16.00 Uhr
Angela Huemer (Köln):
Maria und Auguste Lazar in der Begegnung mit Karin Michaëlis
16.00-16.30 Uhr
Ernst Seibert (Wien):
Auguste Lazar und ihre Jugendliteratur im Umfeld der zeitgenössischen
Theoriediskussion
