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Lahme, Heribert:
¬Das¬ Ziel menschlichen Bildschaffens im Gottesbild : Perspektiven einer "Imago Dei" als Fundament des Kunstkontinuums "Visualität"; eine Untersuchung zu exemplarischen Bildphänomenen / Heribert Lahme - Münster ; Hamburg : Lit-Verl., 2007. - 278 S. : Ill. - (Ästhetik - Theologie - Liturgik; Bd. 48)
      ISBN 978-3-8258-0723-8 / 3-8258-0723-1    kart. : ca. € 35,40

Infos zu Heribert Lahme bei Wikipedia

Rezension:

So kompliziert Titel und Untertitel erscheinen, so mühsam erweist sich auch die Lektüre. Wird dem Buch bereits im Geleitwort von Albert Gerhards ein "anspruchsvolle(r), mitunter recht komplizierte(r) Sprachstil" (1) attestiert, so sei darüber hinaus bemerkt, dass es schwer fällt, die Grundthese und den Gedankengang des Autors nachzuvollziehen. Es gehe um den "Nachweis von Gottesbildlichkeit als Fundament und qualitativem Ziel künstlerischer Bildmanifestationen" (5) - Was ist mit Gottbildlichkeit gemeint? und inwiefern soll diese Basis und Ziel künstlerischer Produktion sein? Ich weiß es nicht, auch nicht nach der Lektüre des rund 270 Seiten umfassenden Bandes. In Kap. I plädiert der Autor für einen erweiterten, kunstadäquaten Imago Dei-Begriff gemäß Gen 1,26, was in einem doppelten Sinn verstanden sein will: zunächst gilt der Mensch/Künstler als Schöpfer; sodann das künstlerische Artefakt als Abbild des göttlichen Urbilds. "Der Kern unserer Untersuchungen besteht im Nachweis des Letzteren als implizitem ‚Hintergrundprogramm' bzw. teleologischem Fundament menschlicher Bildkreationen." (17) Dies ist die Bilderlehre von Nicaea II. Was wird durch die komplizierten Gedankengänge des Autors darü­ber hinaus gewonnen? Weiters: Inwiefern wird dieses Argument einer kritischen, durch Moderne und Postmoderne geläuterten Analyse unterzogen? Schließlich: Intendiert der Autor, alles Kunstschaffen unter dieses Paradigma zu stellen? Man gewinnt den Eindruck, dass Lahme überlieferte Bildmetaphysik in eine neue, komplizierte Sprachlichkeit verpackt, ohne damit einen Erkenntnisgewinn zu erzielen.

*Theologisch-Praktische Quartalschrift* 1/2010 Monika Leisch-Kiesl

Quelle: Theologisch-Praktische Quartalschrift


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